Pflegeversicherung
Eine besondere Bedeutung hat die private Pflegeversicherung. Sie bietet im Pflegefall zusätzliche Leistungen in Form von Pflegetagegeldern oder zusätzlichen Pauschalleistungen als Ergänzung der Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung. Wenn man bedenkt, dass ein Pflegeplatz in einem Pflegeheim zwischen 3500 und 5000 Euro pro Monat kostet, reichen die Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung bei weitem nicht aus.
Zur Zeit betragen die Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung bei professioneller häuslicher Pflege pro Monat 440 Euro in der Pflegestufe I, 1.040 Euro in der Pflegestufe II und 1.510 Euro (in Härtefällen 1.918 EUR) in der Pflegestufe III. Bei vollstationärer Pflege gibt es aus der gesetzlichen Pflegeversicherung pro Monat 1.023 Euro in der Pflegestufe I, 1.279 Euro in der Pflegestufe II und 1.510 Euro (in Härtefällen 1.829 EUR) in der Pflegestufe III. Der Differenzbetrag bis zu den tatsächlichen Kosten ist vom zu Pflegenden bzw. dessen Nachkommen oder nahen Verwandten aufzubringen. Sozialleistungen vom Staat werden erst erbracht, wenn sämtliches Privatvermögen aufgebraucht ist und direkte Verwandte nicht zum Ausgleich der fehlenden Pflegekosten zur Verfügung stehen. Das heißt, dass etwa die Kinder des Pflegebedürftigen zur Ergänzung der fehlenden Pflegekosten verpflichtet werden können, wenn die Pflegekosten die Leistungen der Pflegeversicherung überschereiten. Deshalb ist es jedem zu empfehlen dieses Risiko über eine zusätzliche private Pflegeversicherung abzusichern. Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten sie durch unsere Online-Beratung.
Vorteil:
- Die private Pflegeversicherung stellt im Pflegefall zusätzliche finanzielle Mittel bereit, damit die Pflege im Alter bezahlbar wird und geschaffene Vermögenswerte erhalten bleiben. Es gibt Tarife ohne Höchsteintrittsalter.
Nachteil:
- Der Abschluß und der Beitrag einer privaten Pflegeversicherung sind vom Gesundheitszustand und vom Eintrittsalter der zu versichernden Person abhängig.


