Lebensversicherung

Der Abschluss einer Lebensversicherung ist immer vom Gesundheitszustand der versicherten Person abhängig. Das Eintrittsalter und das Geschlecht spielen ebenfalls eine Rolle für die Berechnung des Beitrages. Lebensversicherungen werden mit privaten Beiträgen aus dem Nettoeinkommen finanziert. Nähere Informationen erhalten Sie bei einer Online-Beratung.

Risiko-Lebensversicherung

Risiko-Lebensversicherungen leisten ausschließlich bei Tod der versicherten Person an die bezugsberechtigten Personen. Sie eigenen sich beispielsweise zur Sicherung von Krediten. Wenn die versicherte Person stirbt, wird der Kredit durch die dabei fällige Leistung aus der Lebensversicherung getilgt und die Hinterbliebenen sind schuldenfrei. Aber auch Geschäftspartner können sich gegenseitig gegen Todesfall absichern. Hierbei wird die Leistung aus der Lebensversicherung zur Finanzierung der Fortführung des Geschäftes durch den überlebenden Partner verwendet. So können beispielsweise die hinterbliebenen Erben (Ehefrau) des Geschäftsanteils abgefunden werden.

Aber auch die Absicherung des Todesfalles des Versorgers einer Familie kann über eine Rosiko-Lebensbversicherung erfolgen. Gerade in solchen Situationen braucht die Familie eine ausreichende Kapitalleistung, um sich auf die veränderten Lebensumstände einzustellen. Nicht selten kommt es zu unkalkulierbaren Kostenbelastungen, die durch den Tod des Versorgers entstehen. Das plötzlich fehlende Einkommen und das Bestehen von laufenden Verbindlichkeiten führt schnell zu finanziellen Problemen, wenn keine ausreichenden Vorsorgemaßnahmen getroffen worden sind.

Vorteil:

  • Kapitalauszahlung durch die Risiko-Lebensversicherung bei Tod der versicherten Person an die Bezugsberechtigten.

Nachteil:

  • Keine Leistung (Kapitalauszahlung) bei Ablauf der Risiko-Lebensversicherung bzw. keine Leistung im Erlebensfall.

Kapital-Lebensversicherung

Kapital-Lebensversicherungen leisten sowohl bei Tod der versicherten Person an die bezugsberechtigten Personen als auch im Erlebensfall der versicherten Person zum Ablauf der vereinbarten Laufzeit der Lebensversicherung. Dabei gibt es eine garantierte Leistung und eine Leistung inclusive der erwirtschafteten Überschüsse. Die Entwicklung der Überschüsse aus der Lebensversicherung ist nicht voraussehbar, deshalb kann die Gesamtleistung der Lebensversicherung auch nicht genau vorherbestimmt werden.

Bei Auszahlung der Kapital-Lebensversicherung ist der Ertrag (Überschüsse) zu versteuern, bei mindestens 12 Jahren Laufzeit und Auszahlung nicht vor dem 60. Lebensjahr ist der halbe Ertrag (Überschüsse) zu versteuern.

Beispiel:

Mit 65 erhält man nach über 12 jähriger Laufzeit 100.000 Euro. Die in die Lebensversicherung eingezahlten Beiträge betragen 60.000 Euro, der Rest 40.000 Euro sind Überschüsse. Dann sind 20.000 Euro (die Hälfte der Überschüsse) zu versteuern. Wären die Voraussetzungen (12 Jahre Laufzeit und Auszahlung der Lebensversicherung nach dem 60. Lebensjahr) nicht erfüllt, wären 40.000 Euro zu versteuern.

Vorteil:

  • Kapitalauszahlung durch die Kapital-Lebensversicherung sowohl bei Ablauf als auch bei Tod der versicherten Person an die Bezugsberechtigten. Als langfristige und sichere Kapitalanlage eignet sich eine Kapital-Lebensversicherung sehr gut.

Nachteil:

  • Besteuerung der Kapitalauszahlung bei Ablauf der Kapital-Lebensversicherung (volle Besteuerung der Überschüsse bei kurzer Laufzeit und Auszahlung vor dem 60. Lebensjahr). Daher ist eine Kapital-Lebensversicherung in der Regel als kurzfristige Kapitalanlage eher ungeeignet. Eine vorzeitige Auflösung einer Kapital-Lebensversicherung vor Ablauf ist in der Regel immer mit Nachteilen verbunden und sollte nur in begründeten Ausnahmefällen erfolgen. Die Beträge zur Kapital-Lebensversicherung sind aus dem versteuerten Einkommen zu entrichten und nur bedingt als Vorsorgeaufwendungen von der Steuer absetzbar.